Satzung

    §1 Name und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen "Lokbahnhof Sonneberg e.V.".
  2. Der Verein ist in das Vereinregister beim Amtsgericht Sonneberg unter der Nummer VR 692 eingetragen und führt deshalb den Namenszusatz "eingetragener Verein" ("e.V.")

 

§2 Zweck und Aufgaben

  1. Zweck des Vereins ist:
  2. Das ehemalige Bahnbetriebswerk/Lokeinsatzstelle Sonneberg zu erwerben, instandzusetzen, als auch eine geeignete Infrastruktur für den Einsatz historischer Schienenfahrzeuge/Dampflokomotiven bereitzustellen, die Erhaltung Instandsetzung und den Betrieb historischer Schienenfahrzeuge und Bahnanlagen, sowie die Förderung des Schienenverkehrs in der Region als umweltfreundliches Verkehrsmittel. Außerdem die Erhaltung und Betreuung des ehemaligen Stellwerkes in Lauscha.
  3. Die Zusammenarbeit mit Vereinigungen vergleichbarer Zielsetzung wird angestrebt.
  4. Der Verein will eine sinnvolle Freizeitgestaltung, insbesondere der Jugend, fördern.

 

§3 Geschäftsjahr

  • Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

 

§4 Gemeinnützigkeit

  • Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabeordnung. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§5 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche oder juristische Person werden.
  2. Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag, der an den Vorstand gerichtet werden soll. Bei beschränkt Geschäftsfähigen oder Minderjährigen ist der Antrag auch von dem gesetzlichen Vertreter zu unterschreiben. Dieser verpflichtet sich zur Zahlung der Mitgliedsbeiträge für den beschränkt Geschäftsfähigen oder Minderjährigen.
  3. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Bei Ablehnung des Antrags ist er nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.
  4. Die Mitgliedschaft wird erworben durch Aushändigung eines Mitgliedsausweises, der bei Ausscheiden zurückzugeben ist. Bei Nichtrückgabe wird eine Gebühr von 10,- € berechnet.
  5. Das Mitglied verpflichtet sich zur Anerkennung und Beachtung der Vereinssatzung und leistet hierüber eine Unterschrift. Persönliche Veränderungen (Adresse, u.s.w.) sind dem Vorstand schriftlich mitzuteilen.
  6. Auf Vorschlag des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit Ehrenmitglieder auf Lebenszeit ernennen.

 

§6 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Ausschluss, Streichung von der Mitgliederliste oder Austritt aus dem Verein.
  2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Bei beschränkt Geschäftsfähigen und bei Minderjährigen ist die Austrittserklärung auch vom gesetzlichen Vertreter zu unterschreiben. Der Austritt kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres erklärt werden, wobei eine Kündigungsfrist von zwei Monaten einzuhalten ist.
  3. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Zahlung von Mitgliedsbeiträgen oder von Umlagen im Rückstand ist. Die Streichung darf erst beschlossen werden, wenn nach der Absendung der zweiten Mahnung zwei Monate verstrichen sind und in dieser Mahnung die Streichung angekündigt wurde. Der Beschluss des Vorstandes über die Streichung soll dem Mitglied mitgeteilt werden.
  4. Wenn ein Mitglied schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt, kann es durch Beschluss des Vorstandes aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung muss der Vorstand dem Mitglied Gelegenheit zur mündlichen oder schriflichen Stellungnahme geben. Der Beschluss des Vorstandes ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied zuzusenden. Gegen den Beschluss kann das Mitglied Berufung an die Mitgliederversammlung einlegen. Die Berufung ist innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses beim Vorstand einzulegen. Der Vorstand hat binnen eines Monats nach fristgemäßer Einlegung der Berufung eine Mitgliederversammlung einzuberufen, die abschließend über den Beschluss entscheidet.
  5. Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Rechte gegenüber dem Verein. Bestehende Verbindlichkeiten gegenüber dem Verein bleiben bestehen.

 

§7 Mitgliedsbeiträge

  1. Bei der Aufnahme in den Verein ist eine Aufnahmegebühr zu zahlen. Außerdem werden von den Mitgliedern Jahresbeiträge erhoben. Zur Finanzierung besonderer Vorhaben oder zur Beseitigung finanzieller Schwierigkeiten des Vereins können Umlagen erhoben werden.
  2. Höhe und Fälligkeit von Aufnahmegebühren, Jahresbeiträgen und Umlagen werden von der Mitgliederversammlung festgesetzt. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird in einer Beitragsordnung, welche von der Mitgliederversammlung festgelegt wird, geregelt.
  3. Ehrenmitglieder sind von der Pflicht der Zahlung von Beiträgen und Umlagen befreit.
  4. Der Vorstand kann in begründeten Fällen Gebühren, Beiträge und Umlagen ganz oder teilweise erlassen oder stunden.

 

§8 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Alle Vereinsmitglieder haben in zumutbarem Umfang Tätigkeiten zum Wohle des Vereins zu übernehmen. Art, Ort und Zeit dieser Tätigkeit bestimmt die Vereinsleitung.
  2. In Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen haben alle Mitglieder aktiv mitzuwirken, damit die Eigenfinanzierung des Vereins gewahrt wird.
  3. In der Öffentlichkeit ist das Ansehen des Vereins durch die Mitglieder zu wahren.

 

§9 Organe des Vereins

  1. Die Organe des Vereins sind:
  2. Der Vorstand
  3. Die Mitgliederversammlung

 

§10 Der Vorstand

  • Der Vorstand des Vereins besteht aus dem 1. Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schatzmeister. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten.

 

§11 Zuständigkeit des Vorstandes

  1. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Organ des Vereins übertragen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:
    • Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung, sowie Aufstellung der Tagesordnung
    • Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung.
    • Aufstellung eines Haushaltsplanes, Buchführung, Erstellung des Jahresberichtes.
  2. Vor Abschluss besonderer Grundstücks-, Pacht- und Mietverträge und in allen Angelegenheiten besonderer Bedeutung soll der Vorstand eine Beschlussfassung der Mitgliederversammlung herbeiführen.
  3. Der Vorstand ist berechtigt, in Sonderfällen weitere Personen mit besonderen Aufgaben und Vollmachten für einen begrenzten Zeitraum oder Projekt zu betrauen.

 

§12 Wahl und Amtsdauer des Vorstandes

  1. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren, gerechnet von der Wahl an, gewählt. Er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Eine Wiederwahl ist zulässig. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Zu Vorstands-mitgliedern können nur Mitglieder des Vereins gewählt werden. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt eines Vorstandsmitgliedes.
  2. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vorzeitig aus, so kann der Vorstand für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen einen Nachfolger wählen.

 

§13 Sitzungen und Beschlüsse des Vorstandes

  1. Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden, einberufen werden. Die Tagesordnung braucht nicht angekündigt zu werden. Eine Einberufungsfrist von einer Woche soll eingehalten werden.
  2. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die des stellvertretenden Vorsitzenden.

 

§14 Kassenrevision

  1. Als Kassenprüfer werden jährlich zwei Vereinsmitglieder, die nicht dem Vorstand angehören, gewählt.
  2. Die Kassenprüfer prüfen die rechnerische und sachliche Richtigkeit der Kassenführung.

 

§15 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich vom Vorstansvorsitzenden unter Einhaltung einer Einladungsfrist von zwei Wochen durch persönliche Einladung mittels einfachem Brief einzuberufen. Das Einladungsschreiben gilt am 3.Werktag nach Absendung als zugegangen. Die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung ist mitzuteilen.
  2. Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:
    • Genehmigung des Haushaltsplans für das kommende Geschäftsjahr.
    • Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes und dessen Entlastung.
    • Wahl des Vorstandes.
    • Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages.
    • Beschlüsse über Satzungsänderungen und Vereinsauflösung.
    • Beschlüsse über die Berufung eines Mitgliedes gegen seinen Ausschluss durch den Vorstand.
    • Ernennung von Ehrenmitgliedern.
  3. Der Vorstand hat unverzüglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn mindestens 1/4 der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe fordern.
  4. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter und Protokollführer zu unterzeichnen ist.

 

§16 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden oder dem Schatzmeister geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Versammlungsleiter. Bei Wahlen kann die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlganges und der vorherigen Diskussion einem Wahlausschuss übertragen werden.
  2. Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn 1/3 der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt.
  3. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 1/4 sämtlicher Vereinsmitglieder anwesend sind. Bei Beschlussunfähigkeit ist der Vorstand verpflichtet, innerhalb von vier Wochen eine zweite Mitgliederversammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.
  4. Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse im allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Zur Änderung der Satzung ist jedoch eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen gültigen Stimmen, zur Auflösung des Vereins eine solche von 9/10 erforderlich.
  5. Bei Wahlen ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Hat niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, so findet zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben, eine Stichwahl statt. Gewählt ist dann derjenige, der die meisten Stimmen erhalten hat. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das vom Versammlungsleiter zu ziehende Los.
  6. Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, welches vom jeweiligen Schriftführer zu unterzeichnen ist.

 

§17 Finanzen

  1. Der Schatzmeister verwaltet die Gelder des Vereins und legt hierzu ein Konto an und führt ein Kassenbuch. Die Geldanweisungen müssen vom Vorsitzenden oder dem Stellvertreter gemeinsam mit dem Schatzmeister abgezeichnet sein.
  2. Etwaige Gewinne dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.
  3. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  4. Der Verein kann nach Beschluss der Hauptversammlung Mittel zur Verwirklichung größerer Projekte ansparen.
  5. Bei finanziellen Schwierigkeiten des Vereins wird in der Hauptversammlung über eine zinslose Anleihe von jedem Mitglied entschieden. Diese Anleihe ist nach einer festgesetzten Zeit durch die Hauptversammlung wieder an die Vereinsmitglieder zurückzuzahlen
  6. Außerhalb der Kosten für die laufende Betriebsführung ist bei Summen über 5000,00 € die Zustimmung der Mitgliederversammlung notwendig.

 

§18 Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur auf einer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 9/10 der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  2. Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.
  3. Nach Beendigung der Liquidation fällt das noch vorhandene Vermögen an den Landkreis Sonneberg. Dabei müssen die so übertragenen Mittel aussschließlich und unmittelbar im Sinne dieser Satzung genutzt werden.

 

§19 Salvatorische Klausel

  • Sollte ein Teil dieser Satzung gegen bestehendes Recht verstoßen, tritt an diese Stelle die gesetzliche Regelung.

 

§20 Inkrafttreten

  1. Die vorstehende Satzung ist von der Gründungsversammlung am 5. April 2002 beschlossen worden.
  2. Sie tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.